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Anzeige der MindMap 'Mind Mapping' im Hauptfenster Text  anhörenBegriffe entwickeln

Entwicklung eines Begriffes
Wenn Sie in der Lage sind einen Gegenstand vom Allgemeinen bis in das vollständige Detail zu differenzieren, haben Sie ihn wirklich begriffen.Wir werden in der Folge einige geistige Aufgaben im Umgang mit Begriffen besprechen.

A. Begriffe definieren
B. Begriffe einordnen
C. Begriffe finden
D. Begriffe entschlüsseln
E. Begriffe erkennen
F. Begriffe formulieren
G. Begriffe kommunizieren
H. Begriffe clustern


A. Begriffe (bzw. Lehrsätze) beim Studium definieren
Relativ selten stehen wir vor der Aufgabe neue Begriffe zu definieren. Meistens haben uns das Experten bereits abgenommen. Obwohl es natürlich schon einen Unterschied macht, ob ich einen Begriff einfach übernehme oder ob ich mir, eventuell auf Basis der Vordefinition, selbst Gedanken über die Bedeutung mache und eine an meinen eigenen Wortschatz angepaßte Defintion überlege. Im letzeren Fall habe ich mir allein schon durch die geistige Auseinandersetzung mit dem Begriff dessen Bedeutung erschlossen und in Zukunft kann ich beruhigt darauf zurückgreifen.
Durch die Definition des Begriffes kann ich den Begriff auch leichter von ähnlichen Begriffen unterscheiden und trennen. Die Defintion hebt Merkmale im Begriff hervor und isoliert sie zeitweilig von den übrigen.
Vorgehen: Zunächst wird der Begriff allgemein beschrieben. Dann werden die wesentlichen Eigenschaften notiert und schließlich die Merkmale, die den Begriff von den übrigen Begriffen innerhalb derselben Gattung (=Arten) unterscheiden.
Übung: Definieren Sie die nachfolgenden Begriffe zunächst selbst und vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit dem Wörterbuch! Glauben, Kühlschrank, Radio, Baum.Zum Seitenanfang

B. Begriffe (bzw. Aussagen) beim Zuhören einordnen
Beim Zuhören kommt es darauf an das Gesprochene sofort zu verstehen, um dem Sprecher weiter folgen zu können. Dabei müssen Sie den Begriffen eine (vorläufige) Bedeutung zuordnen. Die Zuordnung erfolgt über den Vergleich mit Bekanntem, das Erkennen von Ähnlichkeiten und der Auflösung von Irritationen. Der einfühlsame Zuhörer wird es dem Zuhörer das Folgen leicht machen. Er wird wichtige Begriffe umgehend erläutern und wenig bekannte Begriffe nur sparsam verwenden.

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C. Begriffe (bzw. Schlüsselwörter) beim Mind Mapping finden
Viel häufiger stellt sich die Aufgabe, zu einem vorhandenen Begriff einen Oberbegriff (Gattung), Unterbegriff (untergeordnete Art), Zwischenbegriff (eingeschobener Begriff ), Nebenbegriff ( verwandte Art) oder einen Individualbegriff (Beispiel) zu finden. Diese Fähigkeit zur Ermittlung der verwandten Begriffe ist äußerst nützlich für den ordentlichen Aufbau der Mind Map und für das logische Denken im allgemeinen.
Vorgehen: zu
Übung: Geben Sie zu den folgenden Begriffen Oberbegriff, Unterbegriff, Nebenbegriff und Individualbegriff an: Flugzeug, Koch, Schuh, Mitleid.

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D. Begriffe (bzw. Informationen) beim Lesen entschlüsseln
Beim Lesen eines Textes werden Sie immer wieder mit Wörtern konfrontiert, die Sie gar nicht verstehen, teilweise verstehen, ungefähr verstehen oder gar falsch verstehen.
Zum raschen Begreifen des Textes ist es jetzt wichtig die Begriffe möglichst bald einordnen zu können, um dann zügig weiterlesen zu können. Zunächst werden Sie vielleicht nur eine vage Vorstellung von der Bedeutung des Begriffes haben. Ist dieser Begriff aber für das Verständnis des Textes von grundlegender Bedeutung, so werden Sie nach Hinweisen suchen, die Sie dem Begriff näher bringen und eventuell erst einmal weiterlesen oder gar zurückblättern.
Tipp: In dem Text oder auf einer kleinen Mind Map könnten Sie alles zum Begriff angeführte notieren.
Anwendung: Überlesen etwas, das Sie nicht verstehen nicht einfach, sondern stellen Sie sicher, was der Begriff bedeutet. Scheuen Sie sich nich ggf. in einem Wörterbuch nachzuschauen.
Übung: Was ist eigenlich mit dem im Text genannten Begriff "Verständnis" gemeint?


E. Begriffe (bzw. Gegenstände) beim Beobachten erkennen
Beim Auftreten einer bestimmten Merkmalskonstellation ordnen Sie der Wahrnehmung eine (vorläufige) Bedeutung zu. Diese Bedeutung kann zunächst sehr vage und allgemein sein oder schon sehr bestimmt. In der Folge kann sich die Vermutung bestätigen, erhärten oder auch erübrigen. Z.B. weil Sie sich dem Gegenstand nähern, die Szene besser überblicken und die Zusammenhänge klarer werden. Eine flexible Denkweise begünstigt dabei die Annäherung an den Begriff. Die Muster werden mit der Zeit differenzierter gesehen und immer weiter in Einzelkonstellationen aufgelöst, denen entsprechend konkretere Begriffe zugeordnet werden.Oder anders ausgedrückt: Das Gesamtbild wird durch die Interpretation der wesentlichen Ausschnitte deutlich.
Hinweis: Manchmal ist es notwendig die bisherige Vorstellung aufzugeben und eine neue Annäherung zu wählen. Irritationen führen nämlich dazu, dass ein bestimmtes Muster nicht mehr dem vermuteten Begriff zugeordnet werden kann: Man hat sich getäuscht!
Anwendung: Achten Sie beim Beobachten zunächst auf das Gesamtbild, dann auf die wesentlichen Details und schließlich auf die Zusammenhänge zwischen den Einzelbildern.
Wesentlich: eine geübtes Wahrnehmungsvermögen.
Übung:

F. Begriffe (bzw. Gedanken) beim Schreiben formulieren
Beim Lesen eines längeren Textes ist es gut eine Zusammenfassung in eigenen Wörtern wiederzugeben zu können. Dabei läßt sich der Text durch die Verwendung der geeigneten Begriffe und Schlüsselwörter oft stark komprimieren.
Übung: Transformieren Sie vorliegende oder eine andere Map Ihrer Wahl in einen Text bzw. Vortrag.


G. Begriffe (bzw. Nachrichten) in Gesprächen kommunizieren
Bei der Kommunikation mit anderen ist es angebracht, solche Begriffe zu verwenden, mit denen die Zuhörer vertraut sind. Zum Seitenanfang
Tipp: Außer mit Worten lassen sich Gegenstände, und nicht nur solche, zusätzlich mit Mitteln der Körpersprache beschreiben, was oft schneller, einfacher und nachhaltiger ist. Komplizierte Zusammenhänge lassen sich auch gut schriftlich in Form von Skizzen oder Mind Maps verdeutlichen.
Anwendung: Erklären Sie die Begriffe, die zur Übermittlung Ihrer Nachricht notwendig sind.
Übung: Beschreiben Sie einige Gegenstände in Ihrer Umgebung ausschließlich mit Mitteln der Körpersprache ohne Benutzung der Lautsprache ( = Pantomime).


H. Begriffe (bzw. Bilder) beim Nachdenken clustern

Ein Cluster (engl. Haufen) ist hier eine Ansammlung von Gedanken, Gegenständen, Bildern, Wörtern, Erinnerungen, ... mit Bezug zu dem Begriff. Sie füllen Ihren Kopf bzw. die Mind Map damit.
Tipp: Stellen Sie ein Wortfeld zu dem Thema bzw. dem Begriff auf! Ein Wortfeld ist eine lose Sammlung von mit dem Ausgangsbegriff verwandten Wörtern und Begriffen. Das Aufstellen eines Wortfeldes hilft Ihnen mit dem Thema vertraut zu werden und erweitert den Gesichtskreis.
Anwendung: Eine umfassende, bildliche Vorstellung von den (besonderen) Merkmalen und Erscheinungsformen des Begriffes bildet den Nährboden für kreative Gedanken. Darauf gedeihen Assoziationen mit anderen Begriffen und Ideen. Zu jedem Begriff gibt es eine Unzahl von Assoziationsmöglichkeiten.Zum Seitenanfang Setzen Sie Ihre Vorstellungskraft frei!
Übung: Stellen Sie ein Wortfeld zu dem Begriff Tipp auf. Lassen Sie es dabei nicht bei Wörtern bewenden.


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